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Gefiederfärbung von Urvögeln rekonstruiert

Wissenschaftler haben auf Grund von Metallspuren, die sie in Fossilien entdeckten, die Gefiedermusterung von Urvögeln aus dem Zeitalter der Dinosaurier rekonstruiert. Sie fanden Reste von Kupfer bei einem 120 Millionen Jahre alten Fossil eines der ältesten bekannten Vögel mit Schnabel. Nach Angaben der Forscher spielt Kupfer eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von braunen und schwarzen Pigmenten. Zur Untersuchung der Fossilien wurde eine spezielle Röntgentechnik eingesetzt, mit der verschiedene chemische Elemente zum Fluoreszieren gebracht wurden und die so den vorhandenen Kupferanteil  sichtbar machte. „Wir konnten zeigen, dass die Daunenfedern am Hals, sowie die Enden der Flügel und der beiden langen Schwanzfedern mehr Kupfer enthalten und somit wahrscheinlich dunkler waren als der Rest des Federkleids“, erklärte einer der an den Untersuchungen beteiligten Forscher. Kupfer ist für die Produktion von Eumelanin, das beispielsweise auch für die dunkle Färbung von menschlichen Haaren und der Haut von Reptilien verantwortlich ist, bedeutsam. Neben Kupfer konnten mit Hilfe der Röntgenaufnahmen auch Elemente wie Zink und Kalzium sichtbar gemacht werden. Kalzium entdeckten die Forscher am Schnabel und Skelett des Urvogels, was auf eine gut erhaltene Knochenstruktur hinweist. In der Studie, die in Kalifornien durchgeführt wurde, untersuchten die Wissenschaftler auch die Feder eines weiteren, etwa 105 Millionen Jahre alten Urvogels und verglichen die Resultate mit dem Gefieder von lebenden Vögeln. Farbmuster im Gefieder spielen eine wichtige Rolle bei bestimmten Verhaltensweisen von Vögeln, wie beispielsweise Tarnung, Kommunikation und auch bei der Partnersuche. Schon bei früheren Untersuchungen von Fossilien wurden Zellstrukturen gefunden, die Malaninpigment enthielten und auf Grund ihrer Form Rückschlüsse auf die wahrscheinliche Farbgebung ermöglichten. Haut-, Haar- und Gefiederfarbe werden letztlich durch die Menge undVerteilung der Melaninpigmente bestimmt. Je mehr Farbstoff in den Pigmentzellen produziert wird, desto wahrscheinlicher ist eine dunklere Färbung.

Quelle: „Gefiederfärbung von Vögeln aus dem Dino-Zeitalter rekonstruiert“, Der Standard, 02.07.2011 (http://derstandard.at)

 

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