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Krähen verpetzen „Bösewichte“ bei Artgenossen

In einem Experiment fanden Wissenschaftler heraus, dass Krähen ihre Artgenossen vor Feinden warnen. Vor 5 Jahren starteten Forscher an der Universität in Wien das Experiment, indem sie sich Masken aufsetzten, einige Krähen fingen und sie nach einiger Zeit wieder frei ließen. In den nächsten zwei Wochen gingen mehrere Personen mit genau den gleichen Masken über das Universitätsgelände und wurden von einer größeren Anzahl der dort befindlichen Krähen beschimpft. Die Träger von Masken mit völlig anderem Aussehen als diejenigen, die beim Fangen der Krähen getragen wurden, ignorierten die Vögeln hingegen. Etwa zweieinhalb Jahre später begaben sich einige Wissenschaftler wieder mit denselben Masken auf den Campus der Wiener Universität, die sie zuvor beim Fangen der Krähen getragen hatten und selbst nach dieser Zeitspanne gerieten die meisten Krähen im näheren Umfeld in Aufruhr. Nach fünf Jahren wiederholten die Forscher dieses Experiment und wurden schon auf den ersten 50 Metern ihres Weges von den Vögeln beschimpft. Selbst Jungtiere, die vor fünf Jahren noch gar nicht lebten und die als böse empfundenen Masken noch nicht kennen konnten, waren durch die anderen Artgenossen alamiert und legten das gleiche Verhalten an den Tag.

Quelle: „Lernen durch Verpetzen“, Der Standard, 29.06.2011 (http://derstandard.at)

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