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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Erschreckende Bilanz für Überleben der Vogelarten

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat vor wenigen Tagen in der Schweiz die neue Rote Liste der bedrohten Vogelarten veröffentlicht, die eine erschreckende Bilanz aufweist. Sie zeigt, dass mittlerweile schon jede siebte Vogelart vom Aussterben bedroht ist, was größtenteils auf Jagd und Zerstörung natürlicher Lebensräume zurückzuführen ist. So steht beispielsweise die Hindutrappe, bei der es sich um eine der weltweit größten Vogelarten handelt, schon kurz vor dem Ende ihrer Existenz. Dieser ein Meter große und bis zu 15 Kilogramm schwere Vogel ist mit nur noch 250 Exemplaren in Indien und Pakistan vertreten und wurde auf der Roten Liste in die höchste Gefährdungskategorie gestuft. Insgesamt sind der  aktuellen Liste zufolge 1253 Vogelarten, also 13 Prozent aller untersuchten Arten, als gefährdet eingestuft. „Im Zeitraum eines Jahres sind 13 weitere Vogelarten in die bedrohten Kategorien aufgenommen worden“, klagte der stellvertretende Direktor des IUCN-Artenschutzprogrammes. „Allerdings wären die Zahlen noch schlechter, wenn die Naturschutzinitiativen nicht greifen würden“. Dank  erfolgreich durchgeführter Schutzprojekte, die im Wesentlichen gegen Bedrohungen der Vögel durch Jagd und Lebensraumzerstörung vorgegangen sind,  konnten einige Arten wieder in die niedrigste Gefährdungskategorie zurück gestuft werden. Die Vogelschutzorganisation Birdlife International, die für die IUCN die Rote Liste der bedrohten Vogelarten zusammenstellt, bezeichnete Vögel als wichtigen Indikator für die Gesundheit eines Ökosystems.

Quelle: „13 Prozent aller Vogelarten könnten für immer verschwinden“, Der Standard, 07.06.2011 (http://derstandard.at)

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