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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Vogelgrippe im Kreis Gütersloh ausgebrochen

Im vorigen Monat gab es erste Verdachtsäußerungen über den Ausbruch der Vogelgrippe auf einer Geflügelfarm im Kreis Gütersloh. Der Verdacht bestätigte sich kurz darauf, nachdem bei den folgenden Untersuchungen das ungefährlichere H7-Influenzavirus bei den Legehennen des betroffenen Hofes festgestellt wurde. Zunächst hatte der Hofinhaber bemerkt, dass die Legeleistung des Geflügels zurückgegangen war, bis er schließlich auch vermehrt tote Vögel in seinem Bestand entdeckte. Die 20.000 Tiere der Geflügelfarm wurden sicherheitshalber getötet. In einem Radius von 1 km um den Hof wurde eine Sperrzone eingerichtet und weitere Kontaktbetriebe ermittelt, die möglicherweise Küken aus dem infizierten Geflügelbestand erworben hatten.  Diese Betriebe wurden ebenfalls vorsorglich gesperrt. Wenig später wurde nach Angaben der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Kreises Gütersloh ein zeitweiliges Verbringungsgebot von Geflügel angeordnet. Im südlichen Landkreis Osnabrück wurden ebenfalls zwei Höfe, die  Küken von dem betroffenen Geflügelhof in Gütersloh bezogen hatten,  wegen des Verdachts auf Vogelgrippe gesperrt. Ebenfalls wurde ein Influenza A-Virus auf einem Hof im Kreis Paderborn nachgewiesen, wobei jedoch noch nicht unmittelbar nach den ersten Untersuchungen geklärt werden konnte, ob es sich auch hier um das H7-Influenzavirus handelte. Nach Angaben der Kreisverwaltung in Paderborn wurden vorsorglich 8000 Legehennen und 4000 Junghennen getötet, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Aktuell ist jetzt ein weiterer Geflügelhof im Kreis Gütersloh von der Vogelgrippe, verursacht durch das H7- Influenzavirus, betroffen. Gestern wurde dort mit der Tötung von etwa 4200 Tieren, bei denen es sich um Enten, Gänse und Hühner handelte, begonnen. Es gibt alleine  im Kreis Gütersloh etwa 3,5 Millionen Tiere, die auf 2.100 Stallungen verteilt sind und von denen auf Grund des aktuellen Infektionsausbruchs bis heute über 60.000 Tiere getötet werden mussten.

Quellen: aho Redaktion Grosstiere, „LK Gütersloh: Erneut H7-Influenzavirus nachgewiesen“, 05.06.11; „LK Paderborn: 8000 Legehennen und 4000 Junghennen werden vorsorglich getötet“, 01.06.11; „H7-Geflügelgrippe: Kontaktbetriebe unter Beobachtung“, 27.05.11; „Kreis Gütersloh: Geflügelgrippe bestätigt“, 26.05.11 (www.animal-health-online.de/gross)

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