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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Mauritiussittich vor dem Aussterben bewahrt

Im letzten Jahrhundert schien das Schicksal des Mauritiussittich Ende der Achtziger Jahre besiegelt zu sein, denn es existierten zu diesem Zeitpunkt lediglich noch zwei brütende Weibchen. Vogel- und Naturschützer hatten diese seltene Art schon aufgegeben, nachdem ihre Bemühungen um finanzielle Unterstützung für Rettungsmaßnahmen mehrmals abgelehnt wurden. Mit der Unterstützung englischer Naturschützer gelang es aber doch noch, das Aussterben dieser Art zu verhindern. Mittlerweile leben auf Mauritius, einem Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans, wieder 500 Exemplare dieser seltenen Art. Dank der Zusammenarbeit der Mauritian Wildlife Foundation, einer einheimischen Organisation, die sich für den Schutz der auf Mauritius existierenden Tier- und Pflanzenarten einsetzt, und verschiedener internationaler Schutzorganisationen wachsen inzwischen jedes Jahr etwa 70 weitere Küken auf der Insel heran. „Ein Drittel aller Papageienarten weltweit sind gefährdet und wenn wir die seltensten von ihnen schon retten können, gibt es auch für alle anderen Hoffnung“, erklärte einer der an dem Schutzprojekt in Mauritius beteiligten Naturschützer. Das Projekt zur Erhaltung des Mauritiussittichs beinhaltet zum Teil Maßnahmen wie etwa das Bereitstellen von künstlich hergestellten Nistkästen, das Einsammeln der Eier und die Handaufzucht, die sich bisher auch in Zoos bewährt haben. Nach Angaben der Naturschützer sind die aus der Tierhaltung in Zoos stammenden Erfahrungen und Fachkenntnisse für das aktuelle Projekt, das auch zukünftig weiterhin eine ständige Kontrolle des Artbestandes beeinhaltet, ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

Quelle: „Rare parrot rescued from brink of extinction“, WildLife Extra, Juni 2010 (http://www.wildlifeextra.com/go/news/parrot-mauritius.html)

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