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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Australiens Rabenkakadus gefährdet

Das Verbreitungsgebiet der Rabenkakadus, die auch als Schwarze Kakadus bezeichnet werden, beschränkt sich auf Australien und Tasmanien. Es handelt sich dabei um mittelgroße bis große Papageien, deren Gefiederfärbung schwarz bis dunkelbraun ist. Im Westen Australiens werden jedes Jahr schätzungsweise 200 Langschnabel-Rußkakadus illegal geschossen, weil sie den Obst- und Gemüsebauern während der Erntezeit häufig in die Quere kommen. Die Organisation WWF Australien (World Wildlife Fund Australia) warnt davor, dass die Rabenkakadus, die mit Beginn jeder Erntesaison extrem in Gefahr geraten, in wenigen Jahrzehnten ausgestorben sein könnten, sofern keine besonderen Maßnahmen zu ihrem Schutz ergriffen werden.  Sie fordert die verantwortlichen Obstbauern, deren Helfer, die ortsansässige Bevölkerung und Vogelbeobachter auf, die illegale Tötung von Rabenkakadus umgehend zu melden. Außerdem appelliert  der WWF an die Regierung Westaustraliens, Pläne auszuarbeiten, die den Bauern helfen, ihre Ernte vor Schädigungen durch die Vögel zu bewahren, ohne die Tiere zu töten. „Obstanbau ist zwar ein wichtiger Wirtschaftszweig im Westen Australiens aber eine einheimische Vogelart, die man nirgendwo sonst auf der Welt vorfindet, ist unbezahlbar. Es ist höchste Zeit, dass die Regierung mit den Obstbauern und Naturschützern zusammenarbeitet, um das ständig wachsende Problem zu lösen“, erklärte die für die Region zuständige Projektleiterin des WWF. Der Kakadu-Bestand ist seit der Einwanderung der Europäer auf Grund der Zerstörung natürlicher Lebensräume und der illegalen Jagd um etwa 25 Prozent geschrumpft, so dass diese Vogelart inzwischen als sehr gefährdet gilt. Die Rabenkakadus haben einen großen Teil ihrer Futter- und Brutplätze durch zunehmende landwirtschaftliche Nutzung, Bebauung  von Landschaftsflächen, Forstwirtschaft und Bergbauaktivitäten eingebüßt. Aus diesem Grund sind die Vögel dazu übergegangen, sich zum Leidwesen der Obstbauern von reifen Äpfeln, Birnen und anderen Früchten zu ernähren, um zu überleben. Die meisten Bauern sind verantwortungsbewusst und verscheuchen die Vögel mit Mitteln, die ihnen keinen Schaden zufügen, andere wiederum greifen zu illegalen Mitteln und töten die Tiere. Sie riskieren damit zwar ein Bußgeld von maximal 10.000 Dollar, lassen sich dadurch aberoftmals  nicht von ihren illegalen Maßnahmen abhalten.

Quelle: „Illegal Shooting threatens Australia’s black cockatoos“, Wildlife Extra, April 2011 (www.wildlifeextra.com)

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