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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Großbritannien macht Jagd auf Mönchssittiche

In einigen westeuropäischen Staaten haben sich die ursprünglich aus dem tropischen Südamerika stammenden Mönchssittiche inzwischen zahlreich angesiedelt. Mit seinem leuchtend grünen Gefieder und seinem lauten Geschrei fällt der Mönchssittich immer wieder auf. Diese Vogelart nistet üblicherweise in Kolonien und baut als einzige Papageienart ihre Nester aus Zweigen. Häufig errichten  die Vögel ihre Nistplätze beispielsweise auch auf Kabelmasten, was im schlimmsten Fall zu Stromausfällen führen kann. Daher hat das britische Umweltministerium die Sittiche sogar als „potentielle Bedrohung der nationalen Infrastruktur“ bezeichnet, obwohl sich nur etwa 100 freilebende Mönchssittiche im Land befinden. Befürchtet werden auch zukünftige Ernteschäden und die Verdrängung einheimischer Vogelarten durch die Eindringlinge. Nach Angaben des Ministeriums sollen die Sittiche daher eingefangen werden, bevor sie größeren Schaden anrichten.  Auch die verwandten Halsbandsittiche, die ursprünglich aus Afrika und Asien stammen, leben mittlerweile schon zu Zehtausenden in manchen Teilen Europas. Allerdings halten sie sich weitgehend in Stadtgebieten auf, so dass sie im Gegensatz zu den Mönchssittichen kein Problem für die Landwirtschaft darstellen.

Quelle: „Großbritannien bläst zur Sittich-Jagd“, Der Standard, 01.05.2011 (http://derstandard.at)

 

 

 

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