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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Vogelflug durch Hindernisse gefährdet

Von Menschen geschaffene Hindernisse wie etwa Windturbinen, Hochhausfenster oder Hochspannungsleitungen werden  für viele Vogelarten immer wieder zu tödlichen Fallen. Einer langfristigen ornithologischen Studie zufolge kommen jährlich etwa 25 Prozent der Jungstörche und 6 Prozent der erwachsenen Weißstörche durch Kollisionen mit Hochspannungsleitungen zu Tode. Viele weitere Vogelarten überleben die Zusammenstöße mit derartigen Hindernissen, gegen die oft ganze Schwärme prallen, ebenfalls nicht. Wissenschaftler sind der Frage nachgegangen, warum Vögel die Hindernisse auf ihren Flugrouten oft nicht rechtzeitig  erkennen und führen dies darauf zurück, dass sie in einer anderen visuellen Welt leben als Menschen. Nach Angaben der Forscher schauen die Tiere oft zu Boden und orientieren sich meist nur an bewegten Objekten. Ein zusätzlicher Auslöser für Kollisionen mit unbewegten Objekten ist auch die Tatsache, dass die meisten Vögel bei schlechter Sicht ihre Geschwindigkeit nicht entsprechend reduzieren können. Die Wissenschaftler plädieren dafür, Warnsignale vor solchen Hindernissen anzubringen, die von den Vögeln im Flug visuell gut erfasst werden können, um die tödlichen Zusammenstöße zu verhindern.

Quelle: „Doch keine Adleraugen“, der Standard, 17.03.2011 (http://derstandard.at)

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