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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Vögel in Sumpfgebieten Finlands gefährdet

Ende des letzten Jahres zeigte die aktualisierte rote Liste der gefährdeten Arten, dass die Anzahl der bedrohten Vogelarten in Finnland um fast 70 Prozent angestiegen ist. Das Land verfügt über 248 brütende Vogelarten, deren Entwicklungstrends gut dokumentiert sind. Die Zahl der gefährdeten Arten ist demzufolge von 35 im Jahr 2000 auf aktuell 59 gestiegen, während 30 weitere Vogelarten leicht gefährdet sind. Von den Vogelarten, die vorwiegend in Sumpfgebieten brüten, sind inzwischen 8 als bedroht eingestuft, während sich vor einem Jahrzehnt nur eine dieser Arten in ernsthafter Gefahr befunden hat. Grund für diese negative Entwicklung ist die vermehrte Trockenlegung von Feuchtgebieten, mit der schon Jahrzehnte zuvor begonnen wurde und die nach wie vor eine große Gefahr für die Existenz der Vögel auch in den Schutzgebieten dargestellt. Insgesamt wurden inzwischen etwa 55 % der finnischen Moorlandschaften trockengelegt und damit ein für viele Vogelarten bedeutender Lebensraum zerstört. Die Regierung des Landes ist kaum willens, die Renaturierung der Moorlandschaften mit Hilfe eigener Mittel zu unterstützen, so dass wirksame Maßnahmen zum Schutz der in diesen Gebieten lebenden Vogelarten zur Zeit nur wenig praktikabel sind. Die Vögel, die landwirtschaftliche Gebiete und die Wälder Finnlands bewohnen, befinden sich hingegen in einer besseren Situation und verringern sich nicht wesentlich in ihrem Bestand. Der Schwerpunkt der Schutzmaßnahmen sollte sich daher in Finnland auf die Renaturierung und Erhaltung der Feuchtgebiete konzentrieren. Die Vogelschutzorganisation Birdlife Finnland und andere Organisationen verfolgen mit ihrer aktuellen Arbeit das Ziel, dieses Vorhaben zum Gegenstand der Politik zu machen.

Quelle: „Finland’s birds in the Mire“, Wildlife Extra, März 2011 (www.wildlifeextra.com)

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