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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seltene Vogelart wiederentdeckt

Der Großschnabel-Rohrsänger gilt als einer der am wenigsten erforschten Vogelarten  weltweit. Im Jahre 1867 wurde diese Art in Indien entdeckt und erstmals beschrieben. Seitdem wurden diese Vögel  bis in die Gegenwart hinein nicht mehr gesichtet und galten daher als ausgestorben. Erst im Jahre 2006 entdeckte ein Ornithologe einen unbekannten Vogel auf dem Gelände einer Kläranlage in einer thailändischen Provinz, der auf Grund von DNA-Tests als  Großschnabel-Rohrsänger identifiziert wurde. Die amerikanische Artenschutzgesellschaft mit Hauptsitz in New York entdeckte dann im Januar des letzten Jahres in der zerklüfteten Felslandschaft des Pamir-Gebirges im Nord-Osten Afghanistans  einige Brutpaare dieser seltenen Vogelart, während eine aktuelle Studie des naturhistorischen Museums im schweizerischen Bern über den Fund eines weiteren Brutgebietes der Großschnabel-Rohrsänger in Tadschikistan berichtet. Dort wurden acht erwachsene Tiere zunächst eingefangen und mit Hilfe von DNA-Tests identifiziert. Die Ausdehnung der Brutgebiete dieser Vogelart ist insgesamt verschwindend gering und ihr eingegrenzter Lebensraum ist  auf Grund der Gewinnung von Brennholz und Futtermitteln durch den Menschen auch noch sehr gefährdet. Daher ist die Existenz des Großschnabel-Rohsängers, über den noch viel zu wenige Erkenntnisse vorliegen, nach wie vor extrem bedroht.  Der Erhalt dieser Vogelart und die Möglichkeit, sie zu erforschen, sind somit von großer Bedeutung für den Naturschutz.

Quelle: „Discovery of a breeding area of the enigmatic large-billed reed warbler“, Wildlife Extra, Juli 2010 (www.wildlifeextra.com)

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