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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Tiere aus vermüllter Wohnung befreit

In Nürnberg haben Mitarbeiter des örtlichen Tierheims über 100 Tiere aus der verdreckten Wohnung einer etwa 50 Jahre alten Frau befreit.  Sie entdeckten dort neben Schildkröten, Kaninchen, Streifenhörnchen und Meerschweinchen unter anderem auch über 70 Vögel, die zwischen Dreck und Müllbergen unter unzumutbaren Bedingungen gehalten wurden. Der Boden des Schlafzimmers war mit Vogelsand und Futterresten bedeckt und überall standen verschmutzte Käfige herum, in denen unter anderem Kanarienvögel und Wellensittiche auf viel zu engem Raum zusammen gepfercht waren. In einem angrenzenden Gebäude hausten  weitere Tiere – darunter auch Enten, Hühner und über 50 Tauben – bei völliger Dunkelheit in ihren  Käfigen. Viele der Tiere, von denen zehn eingeschläfert werden mussten,  litten an eitrigen Wunden und hatten teilweise viel zu lange Krallen, so dass sie kaum noch laufen konnten. Die uneinsichtige Besitzerin wollte ihre Tiere unbedingt behalten und flehte die Tierheimmitarbeiter an, ihr diese nicht wegzunehmen.  Nach Angaben des Tierheimleiters ist dies eine typische Reaktion der überforderten Tierbesitzer, die ihre Krankheit meist selbst nicht erkennen. Sie leben in menschenunwürdigen Verhältnissen und sammeln immer mehr Tiere an, die schließlich völlig verwahrlosen. In den U.S.A. ist das krankhafte Sammeln von Tieren, das als Animal  hoarding bezeichnet wird, bereits als psychische Erkrankung anerkannt.

Quelle: „Animal Hoarding, Dreck und Kot überall: 113 Tiere aus Wohnung gerettet“, aho Redaktion Kleintiere & Pferde, 09.02.2011 (www.animal-health-online.de/klein)

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