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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seltener Vogel-Nachwuchs in Neuseeland

Im Januar dieses Jahres entdeckten Wissenschaftler in einem neuseeländischen Wildpark zwei Kiwi-Küken, die gerade erst um Neujahr herum geschlüpft waren. Es handelt sich beim Kiwi um einen flugunfähigen und nachtaktiven Laufvogel, der sich vorwiegend von Insekten und Würmern ernährt. Mit seinem langen Schnabel ist er in der Lage, seine Beute aus dem Boden zu holen oder aus dem Laub hervor zu graben. Diese gefährdete Vogelart ist in Neuseeland beheimatet und legt pro Jahr nur ein Ei, das von beiden Partnern oder in manchen Fällen auch vom Männchen alleine bebrütet wird. Die ungewöhnlich lange Brutdauer beträgt etwa 84 Tage, während die Küken sich  nach dem Schlüpfen  extrem schnell ohne ihre Eltern zurecht finden. Nach wenigen Tagen gehen sie schon eigenständig auf Futtersuche und nach zwei bis drei Wochen sind sie vollständig unabhängig von den erwachsenen Tieren. Mitte des letzten Jahres wurden in dem Schutzgebiet Untersuchungen durchgeführt, die zu einem positiven Ergebnis führten, denn die kleine Kiwi-Population hatte sich seit dem Jahr 2000 etwa  auf 100  Tiere verdoppelt.  Die Forscher hatten außerdem neun Vogelpaare während der Brutzeit beobachtet, um das Brutverhalten dieser ungewöhnlichen Tiere zu studieren. Die beiden kürzlich entdeckten Kiwi-Küken gehören zur Gattung der Zwergkiwis, auch Kleine Fleckenkiwis genannt. Es handelt sich hierbei um die kleinste von insgesamt drei existierenden Kiwiarten, die nur noch durch die im neuseeländischen Wildpark existierende Population vertreten ist.

Quelle: „New Year arrivals: Rare kiwi chicks spotted in New Zealand sanctuary“, Wildlife Extra, Januar 2011 (www.wildlifeextra.com)

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