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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Lebensraum seltener Vogelarten gefährdet

Die Vogelschutzorganisation Birds Australia, eine australische Partnerorganisation von Bird Life International, berichtete Ende des vorigen Jahres, dass doch noch Hoffnung für die Rettung der angeschlagenen tasmanischen Wälder, die als Heimat  unzähliger Vögel und anderer Wildtierarten gilt, besteht. In den letzten 30 Jahren wurden auf der Insel Tasmanien, die dem australischen Festland südöstlich vorgelagert ist,  ausgedehnte Waldgebiete und mit ihnen bedeutende Brutgebiete der Schwalbensittiche zerstört. Der Schwalbensittich gehört zur Familie der Papageien und ist auf dem australischen Kontinent weit verbreitet. Ihre Nahrung finden diese Vögel hauptsächlich an den oberen Zweigen blühender Eukalyptusbäume. Der Bestand dieser Art, die als gefährdet gilt,  ist weiterhin rückläufig, wozu  der fortschreitende Verlust von Futterbäumen in Folge von jahrelangen Waldrodungen wesentlich beigetragen hat. Doch jetzt besteht auf Grund einer Vereinbarung zwischen der tasmanischen Regierung, der Holzindustrie, den Gewerkschaften und Naturschützern die Hoffnung, die noch erhaltenen Waldregionen und ihre Bewohner retten zu können. Das Ende 2010 getroffene Abkommen soll gewährleisten, dass die Abholzung ökologisch hochwertiger Waldregionen zu Beginn dieses Jahres gestoppt werden. Das Vorhaben kann jedoch nur mit der entsprechenden  Unterstützung durch die australische Bundesregierung auch wirklich in die Tat umgesetzt werden, andernfalls wäre das Projekt zum Scheitern verurteilt. Daher ist das vorrangige Ziel, die Regierung mit Unterstützung durch die interessierte Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die Umsetzung der getroffenen Vereinbarung für den Natur- und Artenschutz lebenswichtig ist.

Quelle: „Hope for Tasmania’s forests“, Bird Life International, 22.11.2010 (www.birdlife.org/community)

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