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Orangenbauchsittich durch Windfarm nicht gefährdet ?

Um den möglichen Tod von Orangenbauchsittichen zu verhindern, hatte der australische Umweltminister, Ian Campbell, im April 2006 eine im Bundesstaat Victoria geplante Windfarm gestoppt. Jetzt wurde die australische Trägerfima des Projektes von einer japanischen Firma aufgekauft, die die Windfarm, deren Kosten mittlerweile von 200 Millionen Dollar auf 300 Millionen Dollar gestiegen sind, bis Ende 2011 fertigstellen will.

Der Umweltminister hatte bereits im Dezember 2006, also 8 Monate nach seinem ‚Nein‘ zu dem Projekt, seine Entscheidung zurückgenommen und die Errichtung der Windfarm genehmigt. Bei seiner früheren Entscheidung hatte der Umweltminister Einschätzungen seines eigenen Ministeriums über- gangen: Im schlimmsten Fall würde einmal im Verlauf von 1000 Jahren ein Orangenbauchsitticht mit einem Windrad kollidieren. Dennoch konnten nicht alle Zweifel an der Gefährlichkeit der Windräder für die Orangenbauch- sittiche ausgeräumt werden. Aus diesem Grund wurde die Genehmigung zum Bau der Windfarm mit der Auflage erteilt, in einem 2 km breiten Landstreifen entlang der Küste, der von Orangenbauchsittichen besiedelt wird, nicht – wie geplant – 52 Windräder zu errichten, sondern nur 6 Windräder.

Quelle: „Japanese firm buys up wind project“, The Australian, 09.06.2008

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