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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Umstrittene Methode zur Vorbeugung gegen Vogelgrippe

Dem Vogelgrippe-Virus H5N1 ist seit 2006 von der Weltgesundheits- organisation (WHO) die Warnstufe 3 zugeordnet, die bis heute immer noch besteht. Die dritte Phase des Warnsystems der WHO tritt in Kraft, wenn sich die Erreger zwar auf andere Länder und Kontinente ausbreiten, Menschen sich jedoch selten und nur bei sehr engem Kontakt mit infizierten Tieren anstecken. Das Virus, das vor allem Vögel befällt, kann also hin und wieder auch auf den Menschen übertragen werden und dort schwere Atem- weginfekte auslösen, die in manchen Fällen sogar tödlich enden. Die Ansteckungsgefahr ist für den Menschen noch nicht besonders hoch, könnte aber durch Mutation des Virus jederzeit massiv erhöht werden. Dem will ein britisch-australisches Wissenschaftlerteam mit Hilfe der umstrittenen Gentechnik entgegenwirken. Die Forscher haben erstmalig gentechnisch veränderte Hühner gezüchtet, die einen der wichtigsten Übertragungswege für das H5N1-Virus blockieren. Zwar kann sich das genmanipulierte Geflügel nach wie vor mit dem Erreger infizieren, die vorgenommene Genveränderung verhindert aber, dass dieser sich im Organismus weiter verbreitet. Nach Angaben der Wissenschaftler sind die Ergebnisse des Experimentes als positiv zu werten, weitere Studien sind aber erforderlich, da die bisher gezüchteten gentechnisch veränderten Hühner auch noch nicht für den Verzehr geeignet sind.

Quelle: „Gentechnik gegen Vogelgrippe“, Der Standard, 14.01.2011 (http://derstandard.at)

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