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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Deodorant für gefährdete Vögel

Neuseeland hat eine Vielzahl einheimischer Vogelarten, aber keine einheimischen Säugetierarten. Dieser Umstand hatte  zur Folge, dass bestimmte von den Menschen eingeführte Säugetierarten, die von Beutetieren leben, wie Katzen oder Hermelin, vernichtende Auswirkungen auf die neuseeländischen Vogelpopulationen gehabt haben. Nach Auffassung von Professor Briskie, der in Neuseeland an der Canterbury University lehrt, leiden die Vogelarten, weil sie durch ihren Körpergeruch eine leichte Beute für die von Menschen eingeführten Raubtiere werden. Anders als Vogel- arten, deren evolutionäre Entwicklung sich parallel zu der Entwicklung von Säugetieren vollzogen hat, so Professor Briskie, geht von der Körper- substanz, die neuseeländische Vogelarten bei der Gefiederpflege zum Schutz ihres Gefieders absondern, ein starker Geruch aus. Nach Professor Briskie riechen zum Beispiel die Kiwis wie ‚Pilze oder Ammoniak‘ und die Kakapos, eine in Neuseeland lebende Papageienart, wie ‚ein muffiger Geigenkasten‘. Möglicherweise haben diese Körpergerüche der Vögel dazu beigetragen, dass sie heute vielfach vom Aussterben bedroht sind. Professor Briskie hofft nun, ein Deo-Spray für die gefährdeten Vogelarten entwickeln zu können, um sie vor den Raubtieren zu schützen.

Quelle: „Scientists are hoping to develop a deodorant for New Zealand’s native birds to stop them falling prey to introduced predators“,  Adelaide Now,  24.09.2010

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