Papageienschutz aktuell-news

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

 

Verbote gegen illegalen Papageienhandel in Mexiko

Naturschützern zufolge kann ein neues Verbot des Verkaufs von Papageien in Mexiko die im Land lebenden exotischen Vögel vor dem florierenden illegalen Wildtierhandel schützen. Die Hälfte der 22 in Mexiko existierenden Papageienarten gelten als bedroht und sind bis auf zwei Ausnahmen durch ein bundesstaatliches Gesetz geschützt. Jedes Jahr werden zwischen 65.000 und 78.000 Papageien illegal gefangen und die meisten dieser Vögel verenden schon qualvoll, bevor sie ihre potentiellen Käufer überhaupt erreichen. Die Regierung war bisher nicht in der Lage, den heimlichen Fang und Verkauf der geschützten Vögel zu kontrollieren. Das neue Verbot, das eine Ergänzung zum mexikanischen Wildtierschutzgesetz darstellt, soll für die grundsätzliche Abschaffung des Papageienmarktes sorgen. Wirksam wird das Gesetz voraussichtlich Ende Oktober, sobald es im öffentlichen Kongressbuch veröffentlicht ist. „Der gesamte Handel ist eine echte Verschwendung. Neunzig Prozent der Vogelarten sind in irgendeiner Art gefährdet und die meisten werden vom Aussterben bedroht sein, wenn nichts geschieht“, sagte der Projektleiter der Naturschutzgruppe Defenders of Wildlife Mexico, die schon 2007 einen Bericht über den illegalen Papageienmarkt veröffentlichte (1) und das Verbot unterstützt. Doch gibt es auch mexikanische Verbände, die sich für die Rechte der professionellen Papageienfänger einsetzen, sofern diese sich hinsichtlich des Vogelfangs an die Regeln der Regierung, die bisher jährlich zwischen 3000 und 4000 Papageien für den legalen Fang freigegeben hatte, halten. Das völlige Verbot, die Vögel auf dem Markt zu verkaufen hat viele Papageienfänger schockiert, da sie vom Verkauf der Tiere leben. „Es wäre schlecht, wenn der Verkauf von Papageien verboten würde. Meine Familie und ich müssen Vögel fangen, um zu überleben. Ich habe schließlich Kinder zu versorgen“, klagte ein Papageienfänger. Ein anderer Papageienanbieter, der die Tiere jedoch nicht selber fängt, hat diese farbenfrohen Vögel schon fast sein ganzes Leben lang in Mexiko City verkauft. Er ist ebenfalls der Meinung, dass der Verkauf auf größeren Märkten, auf denen dieses Gewerbe nahezu blüht, weiterhin erlaubt sein sollte. „Ich habe so viele Kunden. Die Menschen hier lieben Papageien“, erklärte er.
(1) siehe zum Inhalt des Berichtes: Beiträge zum Papageienschutz „Illegaler Handel mit Papageien in Mexiko“, 02.02.2008
Quelle: Illegal mexican parrot trade targeted by new ban“, Free Parrots, 02.10.2008 (www.freeparrots.net)

Nichtstaatliche Organisationen agieren gemeinsam gegen das brasilianische Umweltamt

Das brasilianische Umweltamt, dem ein Beschluss des nationalen Uweltrates zu Grunde liegt, leitete eine öffentliche Befragung in die Wege, um herauszufinden, welche Vogelarten die Einwohner Brasiliens gerne als Haustiere halten würden. Diese Information dient dem Ziel, diese Vögel entgegen ihrer natürlichen Bestimmung zu domestizieren und damit Tierläden und Volierenherstellern auf […]

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Aktion gegen den Kauf von Wildtierprodukten als Souveniers

Die Organisation TRAFFIC Indien (1) hat in einer Aktion Touristen dazu aufgerufen, keine Wildtierprodukte als Souveniers zu kaufen. Sie verbreitete diesen Aufruf mit Hilfe von auffälligen Postern, die Models in Handschellen neben beschlagnahmten Wildtierprodukten zeigen. Die Poster sind mit der Überschrift „Don’t buy trouble“ (2) versehen. Sie sollen besonders einheimische und ausländische Touristen ansprechen und […]

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Wachsender Handel mit Wildtieren beunruhigt Brasilien

Der Raub wilder Tiere und der Handel mit wilden Tieren, z. B. mit Affen oder Papageien, erreicht in Brasilien, wo mehr Tierarten heimisch sind als in irgendeinem anderen Land der Erde, kritische Ausmaße. Der Handel mit Wildtieren ist derart attraktiv, dass selbst Drogenhändler sich dem Tierhandel zuwenden. Nach einem Bericht des ‚Nationalen Netzwerkes gegen den […]

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