Papageienschutz aktuell-news

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

 

Intelligenz von Krähen neurophysiologisch untersucht

Dass Rabenvögel über eine besondere Intelligenz verfügen und selbst in der Lage sind, Werkzeuge zu fertigen und zu verwenden, ist mittlerweile durch zahlreiche Experimente nachgewiesen worden. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Tübingen erstmals die hirnphysiologischen Grundlagen des intelligenten Verhaltens von Rabenvögeln erforscht. Dabei stellten sie fest, dass bei schwierigen Entscheidungen im Gehirn dieser Vögel ähnliche Aktivitätsmuster zu beobachten sind, wie bei Primaten. Im Rahmen ihrer Studie trainierten die Forscher Rabenkrähen, schwierige Gedächtnisaufgaben zu lösen. Während des Trainings mussten die Vögel blitzschnell von einer Aufgabe in eine andere wechseln, was höchste Konzentration und geistige Flexibilität erfordert. Beim Lösen der Aufgaben beobachteten die Wissenschaftler in einem abgegrenzten Hirnareal der Krähen die Aktivitäten der Nervenzellen. Die Krähen wechselten bei den Versuchen mühelos zwischen abstrakten Verhaltensregeln und verhielten sich zielgerichtet. Nach Angaben der Forscher zeigte dies, dass die Nervenzellaktivität in diesem Hirnbereich der Vögel Regeln repräsentiert und die Entscheidungen der Tiere schon vorhersagt. „Bei Vögeln sind viele Funktionen anders verwirklicht, uns trennt eine sehr lange evolutionäre Entwicklung von diesem direkten Nachfahren der Dinosaurier“, erklärte eine an der Studie beteiligte Neurobiologin. „Wir können also im Gehirn der Vögel eine alternative Lösung dafür finden, wie mit verschiedenen anatomischen Voraussetzungen die gleichen Intelligenzleistungen hervorgebracht werden können.“ Trotz grundsätzlicher Unterschiede im Gehirn sind die für abstrakte Regeln zuständigen Nervenzellen nach Angaben der Forscher bei Krähen und Primaten sehr ähnlich und funktionieren nach dem gleichen Prinzip. „So wie man durch den Vergleich der grundsätzlich verschieden aufgebauten Flügel von Vögeln und Fledermäusen allgemeine Prinzipien der Aerodynamik ableiten kann, so können wir auch durch die Untersuchung der funktionalen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der entsprechenden Areale des Vogel- und Säugergehirns auf allgemeine Prinzipien der Funktionsweise des Gehirns schließen“, erläuterte der Projektleiter.

    Quelle: „Die Intelligenz der Rabenvögel neurophysiologisch betrachtet“, der Standard, 29.11.2013 (http://derstandard.at)

Leben im Stadtzentrum beeinflusst Biorhythmus der Vögel

Der Lauf der inneren Uhr von Vögeln wird durch Lärm und künstliches Licht beeinflusst. Dies zeigte eine aktuelle Untersuchung, die an 400 Amseln in Leipzig durchgeführt wurde. Nach Angaben der Forscher ergab die Studie, dass die im Stadtzentrum lebenden Vögel bis zu fünf Stunden früher aktiv werden als ihre Artgenossen in ruhigeren Stadtvierteln. Das Ergebnis […]

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Seltene Vogelart wiederentdeckt

Ein australischer Naturforscher entdeckte im Mai dieses Jahres auf einer seiner Erkundungstouren ein Exemplar des äußerst seltenen Nachtsittichs und erstellte als Nachweis für seine Entdeckung Fotos und Videos. Den Ort der Aufnahmen gab er jedoch nicht preis, um diese seltene Vogelart nicht durch den Ansturm neugieriger Menschen zu gefährden. Der Nachtsittich gilt als eine der […]

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Kakadus besitzen ausgeprägte kognitive Fähigkeiten

Ein Forscherteam der Universität Wien hat bei Versuchen mit Kakadus festgestellt, dass diese eine Einsicht in die sogenannte „Objektpermanenz“ haben. Das heißt, die Vögel wissen auch dann noch, dass ein zunächst sichtbarer Gegenstand weiterhin existiert, wenn er längst aus ihrem Blickfeld verschwunden ist. Im Rahmen der Versuchsreihe wendeten die Wissenschaftler Tests an, die ein französischer […]

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