Papageienschutz aktuell-news

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

 

Viren minimieren Hauptnahrungsquelle afrikanischer Zwergflamingos

Seit einigen Jahren verschwinden in der Seenlandschaft der größten Provinz Kenias, dem Rift Valley, immer wieder große Teile der dort lebenden Flamingo-Populationen, die etwa 75 Prozent des weltweiten Vorkommens dieser bedrohten Vogelart ausmachen. Der Grund für das Verschwinden der örtlichen Flamingo-Bestände war den Wissenschaftlern bis heute ein Rätsel. Doch jetzt glauben Wiener Forscher, die Ursache dafür gefunden zu haben – Viren, die die Hauptnahrungsquelle der Flamingos vernichten, sollen schuld sein. Die Zwergflamingos der im Rift Valley gelegenen Natronseen ernähren sich nämlich hauptsächlich von Cyanobakterien, die fälschlicherweise auch als Blaualgen bezeichnet werden, obwohl sie auf Grund ihres fehlenden Zellkerns nicht zu den Pflanzen gehören. Nach Angaben der Wissenschaftler kommt es in den Seen auf Grund des Virenbefalls immer wieder zum massenhaften Absterben der Cyanobakterien, so dass die Vögel dort nicht mehr genügend Nahrung finden. „Wir konnten im Wasser des Nakurusees nicht nur die größte bisher in einem natürlichen aquatischen Lebensraum gemessene Virenhäufigkeit feststellen, sondern auch eine mit dem Algen-Zusammenbruch einhergehende, hohe Infektionsrate bei den Cyanobakterien herausfinden“, erklärte ein an den Untersuchungen beteiligter Virenökologe der Universität Wien. „Während dieser Infektionsphase reduzierte sich, parallel zur Abnahme ihrer Hauptnahrungsquelle, auch die Flamingo-Population von über 1,5 Millionen auf ca. 1.500 verbleibende Individuen am Ende der Untersuchungsperiode.“ Die Forscher entnahmen Proben aus den betroffenen Seen und entdeckten in nur einem Milliliter Seewasser etwa eine Milliarde Viren, während es üblicherweise nur rund zehn Millionen sein sollen. Zwar wurde das Virus mit dem Elektronenmikroskop nachgewiesen, bisher aber noch nicht molekularbiologisch untersucht. Unklar ist noch, ob die verschwundenen Flamingos nur in andere Gebiete mit intakten Nahrungsquellen abgewandert oder tatsächlich verendet sind. Sicher ist nach Angaben der Forscher nur, dass Viren einen stufenweisen Abbau der Nahrungskette, auch als Kaskadeneffekt bezeichnet, und damit im ungünstigsten Fall den Zusammenbruch einer Population auslösen können.

    Quelle: „Kaskadeneffekt: Viren beeinflussen afrikanische Flamingopopulation“, 26.01.2014, der Standard (http://derstandard.at)

Neue Erkenntnisse über die Abstammung des Kiwi

Aktuelle DNA-Untersuchungen, die ein Paläontologe im Rahmen seiner Forschungsarbeiten im Süden Australiens durchgeführt hatte, brachten neue Erkenntnisse über die Abstammung des neuseeländischen Kiwis. Der Kiwi soll nach Angaben des Forschers nicht, wie bisher angenommen, von dem längst ausgestorbenen neuseeländischen Riesenvogel Moa abstammen, sondern eher mit dem australischen Emu verwandt sein. Diese Vermutung führt […]

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Intelligenz von Krähen neurophysiologisch untersucht

Dass Rabenvögel über eine besondere Intelligenz verfügen und selbst in der Lage sind, Werkzeuge zu fertigen und zu verwenden, ist mittlerweile durch zahlreiche Experimente nachgewiesen worden. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Tübingen erstmals die hirnphysiologischen Grundlagen des intelligenten Verhaltens von Rabenvögeln erforscht. Dabei stellten sie fest, dass bei schwierigen Entscheidungen im Gehirn dieser Vögel ähnliche […]

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Leben im Stadtzentrum beeinflusst Biorhythmus der Vögel

Der Lauf der inneren Uhr von Vögeln wird durch Lärm und künstliches Licht beeinflusst. Dies zeigte eine aktuelle Untersuchung, die an 400 Amseln in Leipzig durchgeführt wurde. Nach Angaben der Forscher ergab die Studie, dass die im Stadtzentrum lebenden Vögel bis zu fünf Stunden früher aktiv werden als ihre Artgenossen in ruhigeren Stadtvierteln. Das Ergebnis […]

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