Papageienschutz aktuell-Beiträge

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Der Orangebauch-Sittich – eine der am stärksten bedrohten Tierarten der Welt

Der Orangebauch-Sittich (Neophema chrysogaster) ist die meist- gefährdete Papageienart Australiens. Mit einem Gesamtbestand von nur etwa 150 erwachsenen Individuen zählt der kleine Papagei zu den seltensten Vögeln der Welt und gehört zu den am stärksten bedrohten Tierarten überhaupt. Damit steht er in einer Reihe mit anderen, viel bekannteren vom Aussterben bedrohten Tieren wie z.B. dem Riesenpanda und dem sibirischen Tiger. Neben seiner Seltenheit ist auch seine Lebensweise außergewöhnlich: Er ist einer der wenigen echten Zugvögel unter den Papageien.

Der Artikel soll einen Überblick über die Lebensweise, den Bestand und die Schutzmaßnahmen geben, die zur Erhaltung dieser seltenen Art getroffen wurden. Er basiert auf Publikationen des Orange-bellied Parrot Recovery Team (3,4) sowie auf dem BirdLife-Factsheet (2).

Aussehen und Charakteristika

Das Foto zeigt einen männlichen Orangebauch-Sittich mit seinem blauen Stirnband, das bei männlichen Tieren einen deutlich helleren grünblauen Rand aufweist als bei den Weibchen (1).

Männlicher Orangebauch-Sittich (1)

Seine Kehle und seine Brust sind olivgrün gefärbt, sein Bauch ist gelb mit orange-rotem Bauchfleck, der ihm seinen Namen verleiht. Rücken und Flügeloberdecke sind olivgrün, während Flügelrand, Flügelbug, Handschwin- gen und Unterflügeldecken blau gezeichnet sind. Die Unterschwanzdecken der Schwanzfe- dern sind gelb, die Oberseite der Schwanzfe- dern grün mit blauen Spitzen.

Mit nur durchschnittlich 21 cm Länge und ei- nem Gewicht von etwa 45 g ist er ein kleiner, schlanker Papagei. Die Weibchen unter- scheiden sich von den Männchen nur durch eine mattere Färbung sowie durch ein schmaleres Stirnband, dem der grünblaue Rand fehlt. Sie weisen außerdem grünere Schwanzfedern auf. Die Jungvögel sind ähnlich den Weibchen etwas matter in der Färbung und haben außerdem einen kleineren Bauchfleck. Erst nach 8-9 Monaten sind sie voll ausgefärbt.

Der Orangebauch-Sittich besitzt Ähnlichkeit mit den weniger seltenen Feinsittichen (Neophema chysostoma) und Schmuck- sittichen (Neophema elegans).

Auf der Roten Liste gefährdeter Arten, die regelmäßig von der International Union for Conservation of Nature (IUCN, Internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) erstellt wird, ist der Orangebauch-Sittich in der höchsten Kategorie eingestuft. Er gilt aufgrund der kleinen Populationsgröße als „vom Aussterben bedroht“.

Verbreitungsgebiet

Der Orangebauch-Sittich ist ausschließlich im Süden Australiens anzutreffen (Abbildung 2). Sein Brutgebiet beschränkt sich auf die Küstenregionen in Süd-West-Tasmanien (Melaleuca und Birchs Inlet). Die Brutpopulation konzentriert sich auf einen Umkreis von 20 km um Melaleuca. Nach dem Brüten ziehen die Vögel zum australischen Festland, wobei sie auf King Island einen Zwischen- stopp einlegen. Schließlich überwintern sie an verschiedenen Orten in Südaustralien. Früher siedelten sie auf dem Festland von Adelaide über die Küstengebiete Victorias bis fast nach Sidney.

Heute werden Orangebauch-Sittiche westlich des Murray Rivers in Südaustralien oder östlich vom Jack Smith Lake in South Gipps- land, Victoria, selten in größerer Zahl beobachtet. Beobachtungen einzelner Vögel in New South Wales am Shoalhaven 1986 sowie bei Shellharbour und Maroubra im Jahr 2003 legen eine geringe, nicht näher bekannte Aktivität in New South Wales nahe.

Lebensraum

Der Orangebauch-Sittich nutzt für die Brutzeit Wälder mit Eukalyptusbäumen. In der übrigen Zeit lebt er in Salzmarschen, Küstendünen, Weideland, Buschland, Flussmündungsgebieten, Inseln, Stränden und Heidelandschaft, wobei er üblicherweise in einem Gebiet von bis zu 10 km von der Küste entfernt, siedelt.

Das Brutgebiet besteht aus einer Mischung aus Eukalyptuswald, Regenwald und ausgedehnten nach Bränden geformten Heide- und Graslandschaften, die von mit Wald umgebenen Bächen, Flüssen und Mündungsgebieten innerhalb der „Tasmanian Wilderness World Heritage Area“ durchzogen sind und zu der zahlreiche Nationalparks gehören. Die Tiere brüten überwiegend in Höhlen des Smithton Pfefferminz-Eukalpytus (Eucalyptus nitida) in Waldstücken über die Küste Südwest-Tasmaniens verteilt, aber insbesondere im Umkreis von 20 km um Melaleuca und im Umkreis von 5 km um Birchs Inlet. Die gesamte bekannte Brutpopulation beschränkt sich auf die „Tasmanian Wilderness World Heritage Area“ (vor allem im „Southwest National Park“) und „Southwest Conservation Area“.

Südliche Seeheide (5)

Auf ihrem Weg zum australischem Festland nutzen die Tiere bei ihrem Zwischenstopp auf King Island überwiegend Salzmarschen, auf denen die Salzwiesenpflanze Australischer Queller (Sarcocornia quinqueflora) dominiert, die wiederum von hochgewachsener dichter Myrtenheide (Melaleuca ericifolia) umgeben ist.

Auch in Victoria nutzen Orangebauch-Sittiche insbesondere Salz- marschen, auf denen vorwiegend der Australische Queller (Sarcocornia quinqueflora) wächst, aber auch die Südliche Seeheide (Frankenia pauciflora), Shrubby Glasswort (Sclerostegia arbuscula) sowie andere ähnliche Gras- und Krautgewächse vorkommen. Die Hauptverbreitungsgebiete der Vögel liegen entlang der Westküste der Port Phillip Bay und auf der Bellarine Peninsula am Lake Connewarre Wildlife Reserve und Swan Bay. In Südaustralien bevorzugen die Papageien Strände, Dünenlandschaften und ge- schützte Gebiete an felsigen Ufern. Über die bevorzugten Gebiete in New South Wales ist nur wenig bekannt.

links: Australische Strandsode (6)
rechts: Shrubby Glasswort (7)

Als entscheidender Fak- tor für die Verteilung der Population wurde die Nahrungsverfügbarkeit in den Salzmarschen im Winter vermutet. Studien bestätigten, dass signifikante Schwankungen in der Verfügbarkeit von Samen außerhalb der Brut-Periode auftreten. Frankenia pauciflora wurde als die wichtigste indigene Pflanze der Salzmarschen angesehen, die selbst mitten im Winter Samen trägt, und zur Verfügung steht, bevor die Samen von Sclerostegia entstehen. Im „The Spit Nature Conservation Reserve“ war der Orangebauch-Sittich vor allem in den Salz- marschen anzutreffen, die von Südlicher Seeheide (Frankenia pauciflora) und Australischer Strand-Sode (Suaeda australis) dominiert werden.

Schätzungen der Populationsgröße

Im späten 19. Jahrhundert und in den 1920er Jahren, wurde über den Orangebauch-Sittich als weit verbreitete häufige Spezies berichtet. In dieser Zeit gab es allerdings keine Schätzungen der Popula- tionsgröße. Dennoch deuteten Einzelberichte auf eine Population von vielen Tausend Tieren hin. Auf die Gefährdung der Art machte erstmals Matthews (1917) aufmerksam. Seitdem hat der Bestand der kleinen smaragdgrünen Papageien kontinuierlich abge- nommen. Jüngere Populationsschätzungen, die auf Beobachtungen von 1994-2004 von markierten Individuen bei Melaleuca (Tasma- nien) basieren, ergaben eine minimale Population von 92 Tieren. Erkundungen anderer Teile der Brutregionen in den vergangenen Jahren haben keine anderen größeren Ansamm- lungen von brütenden Vögeln vergleichbar mit Melaleuca ergeben. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die erwachsene Wildpopulation 150 Individuen übersteigt.

Die Anzahl an Orangebauch-Sittichen, die während der Winterzeit in den Jahren von 1979 bis 2006 verzeichnet wurde, hat abge- nommen. Bestandsaufnahmen der Winterpopulation haben gezeigt, dass in den letzten Jahren verglichen mit der Sommerpopulation weniger Vögel beobachtet werden konnten. Die Ursachen für diesen Unterschied liegen vermutlich darin, dass die Vögel andere Lebensräume nutzen, sich in kleinere Schwärme aufteilen oder sich während des Winters von den traditionellen Beobachtungs- bereichen entfernen. Hinzu kommt, dass der im Winter besiedelte Lebensraum geographisch viel weiträumiger ist, so dass die Beobachtung aller bekannten und vermuteten Plätze erschwert wird. Daher werden die bei den Bestandsaufnahmen im Sommer zu verzeichnenden höheren Bestände als zuverlässigerer Indikator für die Populationsschätzung herangezogen.

Derzeit, ist nur eine wild brütende Population bekannt (Melaleuca), wenngleich einige die Randbezirke des Brutgebietes nutzen. Aus der Gefangenschaft freigelassene Vögel konnten erfolgreich bei Birchs Inlet angesiedelt werden. Sie wurden aber während der Brutsaison nicht bei Melaleuca gesehen und Wildvögel wiederum nicht bei Birchs Inlet. Und dies, obwohl beide an den gleichen Überwinterungsorten zusammen beobachtet wurden.

Ein Bestand von über 150 Vögeln wird in Gefangenschaft gehalten, wovon jährlich etwa 75 Papageien freigelassen werden. Aus der Gefangenschaft frei gelassene Tiere sind erfolgreich in Brut- und Überwinterungsgebiete eingewandert.

Aus Modellrechnungen, mit denen das Risiko des Aussterbens einer Art berechnet werden kann, geht hervor, dass die hohe Sterblichkeit von Jungvögeln das größte Hemmnis einer Vergrößerung der Population des Orangebauch-Sittichs darstellt. Die Modellrechnungen unterstreichen auch die Bedeutung des Brutprogramms mit in Gefangenschaft lebenden Papageien, die später freigelassen werden. Weitere Modellrechnungen ergaben, dass die Qualität des Lebensraums, wie beispielsweise die Zusammensetzung der Vegetation, eine größere Bedeutung für das Überleben der Tiere hat als die Größe des Lebensraums.

Ernährung

Die Orangebauch-Sittiche leben von den Samen und Früchten von Gräsern, Gänsefüßen (Chenopodium), Seggen (Carex; eine Gattung, die zur Familie der Sauergrasgewächse gehört) und Kräutern. Sie suchen ihr Futter auf dem Boden oder indem sie auf die Nahrungspflanzen klettern. Ihre Nahrung variiert je nach Saison und Lebensraum. Die Verfügbarkeit von Nahrung in den Brutgebieten hängt davon ab, dass durch ein entsprechendes Brandmanagement ein Mosaik aus Heideland verschiedenen Alters erhalten bleibt. In den Überwinterungsgebieten sucht der kleine Papagei sein Futter vorwiegend auf Böden mit verschiedenen Salzmarsch-Pflanzen, Strand- und Dünenpflanzen und einer Viel- zahl exotischer Seegräser. Es wird vermutet, dass es in Victoria in den meisten Jahren während der kritischen Mittwinterperiode zu einem Mangel an Samen in den dortigen Salzmarschen gekommen ist, so dass die Vögel Seegräser und Gras von angrenzenden Viehweiden und Golfplätzen in ihren Speiseplan aufnehmen mussten. In Südaustralien sind Strandgewächse für die Tiere eine genauso wichtige Nahrungsquelle wie die Vegetation der Salz- marschen und Weidepflanzen. Andere Papageienarten sowie eingeführte Finken konkurrieren vermutlich mit dem Orangebauch-Sittich um Nahrung; dies gilt insbesondere in den bedeutenden Salzmarschen und Strandbereichen der Überwinterungsgebiete.

Brutverhalten

Orangebauch-Sittiche nisten in Eukalyptuswäldern, die von flachen Heidelandschaften umgeben sind, in denen sie zahlreiche Samen als Nahrung finden,. Sie brüten, wie bereits beschrieben, an den Küsten Südwest-Tasmaniens und wandern zur Wintersaison an die Küsten von Victoria und Südaustralien. Beide Geschlechter brüten bereits in ihrem ersten Lebensjahr und neigen zu einer mono- gamen Lebensweise. Die Beobachtung von Individuen, die einen Partner haben, deutet darauf hin, dass es in einigen Fällen bereits während der Überwinterung vor der Frühlingswanderung zur Paarbindung kommt. In den meisten Fällen dürfte sie aber erst nach Ankunft in den Brutgebieten erfolgen.

Das Nest besteht aus einem Loch in einem Ast oder Stamm eines lebenden Smithton Pfefferminz-Eukalyptusbaumes (Eucalyptus nitida) oder gelegentlich auch eines Swamp Gum-Eucalyptus- baumes (Eucalyptus ovata). Dieselbe Höhle kann in darauf folgenden Jahren erneut genutzt werden. Seit 1992/93 werden speziell konstruierte Nistkästen an Schlüsselpositionen aufgestellt (d.h. Melaleuca und Birchs Inlet). Diese Kästen sollen aus- schließen, dass durch einen Mangel an natürlich vorkommenden Nistmöglichkeiten das Brüten der Papageien beschränkt wird. Noch entscheidender ist aber, dass sie es ermöglichen, den Inhalt der Nester zu untersuchen und Jungvögel zu beringen, an die man sonst kaum herankommen könnte.

Pfefferminz-Eukalyptusbaum (8)

Die weiblichen Orangebauch-Sittiche be- setzen die Nester bald nach ihrer Rückkehr in die Brutgebiete (Oktober bis November). Die Nestmulden innerhalb der Höhle werden durch das Zerkauen und Zerkratzen von morschem Holzmaterial vorbereitet. Die brütenden Weibchen verbringen ab Mitte November immer mehr Zeit in der Nestkammer. Während dieser Zeit werden sie von den Männchen am oder in der Nähe des Nestes gefüttert, wo auch die Paarung erfolgt. Die elliptischen Eier sind glänzend weiß; jeden zweiten Tag wird ein Ei gelegt. Die mittlere Größe der Eier liegt bei 23 mm. Die Gelegegröße umfasst 2-6 Eier, die ausschließlich von den Weibchen ausgebrütet werden. Nach 21-24 Tagen schlüpfen die Küken. Die Weibchen bleiben für weitere ca. 10 Tage nach dem Schlüpfen im Nest und werden von den Männchen versorgt. Nach 10 Tagen verlassen die Weibchen das Nest tagsüber und beide Eltern füttern nun den Nachwuchs. Wenn die Jungen 14 Tage alt sind, klettern sie immer häufiger an den Nesteingang, um sich von den Eltern füttern zu lassen. Nach 35 Tagen, üblicherweise in der Zeit von Ende Januar bis Mitte Februar, sind die Jungen flügge. Zweitgelege scheint es nicht zu geben. Zumindest ist dies bei der Beobachtung von 204 Nestern (sowohl natürlichen als auch Nistkästen) in den Jahren 1993/94 nie beobachtet worden. Die meisten Eltern verlassen das Brutgebiet 2-3 Wochen nachdem die Jungen flügge geworden sind und die Jungtiere kleine Schwärme gebildet haben, bevor auch sie das Brutgebiet Mitte bis Ende März verlassen (2).

Beobachtungen von Nistkästen und natürlichen Nestern bilden die Grundlage für eine Langzeitstudie über den Bruterfolg der Art. Seit 1993/94 – als die Nestbeobachtungen in größerem Ausmaß began- nen – wurden insgesamt 874 Eier gelegt, aus denen 695 Küken ge- schlüpft sind. Der Bruterfolg beträgt damit 80 %. Von diesen 695 ausgeschlüpften Küken sind 606 Küken flügge geworden und haben das Nest verlassen, was einer Erfolgsrate von 87 % ent- spricht. Insgesamt liegt der Bruterfolg, d.h. der Anteil der gelegten Eier, aus dem ein Vogel geschlüpft ist und flügge wird, bei 69 % mit einer durchschnittlichen Zahl von 3,3 flüggen Jungvögeln pro Nest mit Gelege. Die Untersuchung ergab außerdem Hinweise, dass der Bruterfolg auch von der Häufigkeit von Bränden abhängig ist.

Zugverhalten

Die meisten erwachsenen Papageien verlassen das Brutgebiet im Februar; erst im März und April folgen dann die Jungvögel. Während ihres Zuges in Richtung Festland suchen sie an Stränden, in Dünen- und Heideland nach Nahrung bis sie die Salzmarschen von Nordwest-Tasmanien und King Island erreichen. Die ersten Vögel erreichen Mitte März das Lavinia State Reserve auf King Island und haben es normalerweise bis Juni wieder verlassen. Die erwachsenen Tiere erreichen Victoria Ende März zuerst und verteilen sich östlich bis an die Küsten von South Gippsland und westlich bis zum Lake Alexandrina in Südaustralien. Die Mehrheit der bekannten Population überwintert in Küstengebieten im südlichen bis mittleren Victoria, West-Victoria und südöstlichen Südaustralien. Im September verlassen die ersten erwachsenen Orangebauch-Sittiche das australische Festland und ziehen in Rich- tung Tasmanien. Die letzten Tiere folgen bis Mitte November. Beobachtungen beringter Vögel deuten darauf hin, dass die Vögel vor der Brutzeit schneller zu den Brutgebieten ziehen als nach der Brutzeit wieder zurück. Über die genauen Zugstrecken ist wenig bekannt. Alle Beobachtungen lassen aber vermuten, dass die Vögel eher „Inselhopping“ über die westliche Bass Strait betreiben als lange direkte Seepassagen zu fliegen. Die Zeit der Passage über das Meer wird wahrscheinlich durch eine günstige Wind- richtung beeinflusst, die die Vögel abwarten. Die Beobachtung von 699 beringten Orangebauch-Sittichen bei Melaleuca zeigt, dass Vögel, die zwei Jahre alt oder älter sind, früher zurückkehren als einjährige Vögel. Ältere Vögel kehren ab Ende September zurück, wobei die meisten Tiere bis Mitte Oktober eintreffen. Demgegen- über kehren einjährige Vögel frühestens ab Mitte Oktober zurück.

Monitoring und Beringung der Population im Sommer

Seit 1992 wurde bei Melaleuca jedes Jahr die Brutpopulation genau beobachtet und registriert. Bereits seit 1988 werden Orangebauch-Sittiche mit zusätzlichem Futter versorgt, um die Beobachtung der beringten Tiere zu erleichtern. Von 1986/87 bis 2004/05 haben insgesamt 806 wilde Orangebauch-Sittiche (760 bei Melaleuca und 46 bei Birchs Inlet) Metallringe (Australian Bird and Bat Banding Scheme metal bands) getragen. An einem Bein befindet sich bei den meisten Tieren ein Metallring, an dessen Farbe das Jahr erkennbar ist, an dem der Ring befestigt wurde. Am anderen Bein tragen die Tiere Plastikringe, um die einzelnen Individuen unter- scheiden zu können. Mit Plastikringen wurden auch alle in Gefangenschaft ausgebrüteten und freigelassenen Papageien gekennzeichnet. Im Jahr 2000 wurden die farbigen Plastikringe durch farbige Ringe mit eloxierten Aluminiumbuchstaben ersetzt, die die Beobachtbarkeit der Ringe, insbesondere auf dem Festland, verbessern.

Die farbige Beringung von Nestlingen erlaubt die Wiedererkennung einzelner Vögel und ganzer Altersgruppen in einer Wildpopulation, so dass demographische Trends erkennbar werden. Die konti- nuierliche Bereitstellung von Nistkästen ist zentral für den Erfolg des Beringungs- und Monitoring-Programms. Die tägliche Beob- achtung der beringten Vögel in der Brutregion ist die Basis für die Abschätzung der jährlichen Brutpopulation des Orangebauch-Sittichs. Hierdurch werden Trends in der Population erfasst und das individuelle Überleben sowie die Lebensdauer gemessen.

Diese Beobachtungsstudien zeigen mittlere Überlebensraten von 55 % für Jungvögel und von 63,6 % für erwachsene Tiere. Ab 1999 ist ein abnehmender Trend in den Überlebensraten in allen Gruppen zu verzeichnen mit einer deutlichen Abnahme der durchschnittlichen Überlebensraten von Jahr zu Jahr. Die Gründe für diese Abnahme sind unbekannt. Zwischen den Geschlechtern zeigte sich kein Unterschied der Überlebensrate. Die mittlere Lebensspanne, die für 693 beringte Individuen ermittelt wurde, lag bei 2,7 Jahren. Die höchste verzeichnete Lebenszeit wild lebender Tiere lag bei männ- lichen Vögeln bei 11,7 Jahren und bei weiblichen Tieren bei 10,4 Jahren. Historischen Aufzeichnungen zufolge können Orangebauch-Sittiche in Gefangenschaft bis zu 13 Jahre alt werden. Der am läng- sten lebende Vogel in der gegenwärtigen Population in Gefangen- schaft war ein 12,7 Jahre altes Männchen. Der älteste erfolgreich brütende Vogel ist ein 11 Jahre altes Weibchen.

Verbreitungsgebiet des Orangebauch-Sittichs (2)

Bekannte und potentielle Gefahren für das Überleben des Orangebauchsittichs

Für das langfristige Überleben der kleinen Papageien spielen zufällige Faktoren wie das Auftreten von Erkrankungen, der Verlust an genetischer Vielfalt, Unwetter und Stürme während der Wanderzüge und die Zerstörung von Nistplätzen, Eiern und Küken durch Brände eine wichtige Rolle. Folgende Faktoren können das Risiko für ein Aussterben der Vögel zusätzlich erhöhen.

Verlust bzw. Beeinträchtigung des Lebensraums

Auf dem Festland leben Orangebauch-Sittiche traditionell in den Salzmarschen der Küste und auf Stranddünen. Die Gründe für die Abnahme der Population sind nicht klar. Es ist jedoch wahr- scheinlich, dass die Zersplitterung und der Verlust von Winter- habitaten in den letzten 100 Jahren die Hauptursache hierfür waren. Im gesamten Verbreitungsgebiet der Tiere kam es zu einer Be- einträchtigung und zum Verlust von Lebensraum, allerdings waren die Nicht-Brutgebiete, nämlich Wanderkorridore und Überwin- terungsgebiete, hiervon am stärksten betroffen. Die folgenden Fak- toren sind dafür hauptsächlich verantwortlich:

  • Entwässerung der Feuchtgebiete zur Gewinnung von Weideland
  • Veränderung und Zerstörung der Salzmarschen für die industrielle und städtische Entwicklung
  • Nutzung der natürlichen Vegetation als Weideland
  • Beseitigung der Vegetation zur Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen
  • Freizeitaktivitäten

Die Erholung der Bestände des Orangebauch-Sittichs hängt davon ab, ob es gelingt, diese negativen Einflüsse zu verringern. Ent- scheidend hierfür wird auch sein, ob die Zerstörung des Lebens- raums der Papageien durch diese Art der Landnutzung, die in einigen Regionen unvermindert fortschreitet, aufhört. So werden in Tas- manien und Victoria immer noch einige küstennahe Grasland- schaften und Salzmarschen als Weideland genutzt.

Eingewanderte Unkrautpflanzen

Seit den frühen 1990er Jahren ist eine schrittweise aber stetige Abnahme der Anzahl der Orangebauch-Sittiche in ihren tradi- tionellen Winterquartieren zu verzeichnen. Bei der Suche nach den Tieren auf benachbarten größtenteils landwirtschaftlich genutzten Flächen konnten nur wenige Vögel gefunden werden, die auf verschiedenen Unkrautarten auf Nahrungssuche waren. Mindestens eines dieser Unkräuter ist hochgiftig für einige Vogel- und Säugetierarten – die europäische Sonnenwende (Heliotropium europaeum). Die potentielle Bedrohung durch die Futtersuche auf den Unkrautpflanzen und das zusätzliche Risiko der Belastung mit Pflanzenschutzmitteln, die gegen die Unkrautpflanzen eingesetzt werden, wurde bisher nicht erfasst. Hinzu kommt, dass der Einfluss von weide- und landwirtschaftlichen Maßnahmen innerhalb des Verbreitungsgebietes des Orangebauch-Sittichs auf seine Populationsgröße unbekannt ist.

Die Einwanderung von Unkräutern in eine native Vegetation kann einen Lebensraum, der mit seinem Futterangebot für den kleinen Papageien geeignet war, zerstören.

Große Salzmarsch-Flächen gehen für Weideland verloren und die Ausbreitung landwirtschaftlicher Unkräuter bedroht ernsthaft die noch verbliebenen Salzmarsch-Pflanzen.

Eingeführte Raubtiere und Konkurrenten

Bisher gibt es keine eindeutigen Beweise, dass Orangebauch-Sittiche durch Füchse und Katzen ernsthaft bedroht sind. Dennoch gibt es vereinzelte Beobachtungen, die darauf hindeuten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Anwesenheit und das vermehrte Auftreten eingeführter Raubtiere an Orten, an denen der Orangebauch-Sittich lebt, zu einer erhöhten Sterblichkeit der Papageien führt und damit die Erholung der Bestände behindert.

Das eingeführte europäische Kaninchen nutzt die Vegetation von Salzmarschen und Stranddünen sowie Unkräuter als Nahrung. Allerdings ist der Einfluss hierdurch auf die Nahrungsverfügbarkeit für den Orangebauch-Sittich nicht untersucht worden. In den Brutgebieten hat der Star (Sturnus vulgaris) die bekannten Nist- höhlen aggressiv gegen den Orangebauch-Sittich verteidigt. Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) ist bekannt dafür, dass sie in Baumhöhlen und Nistkästen einwandert und diese besetzt. Damit stehen diese Nistplätze für in Höhlen nistende Vögel, einschließlich Papageien, aber auch für Säugetiere, nicht mehr zur Verfügung. Die Einwanderung der Bienen hat zum Verlassen von Gelegen und zum Tod der Brut geführt. Die Westliche Honigbiene hat Nester des Orangebauch-Sittichs bei Melaleuca und Birchs Inlet besetzt und den Papageien hierdurch verdrängt. Stare, Honigbienen und Kurz- kopfgleitbeutler (Petaurus breviceps), eine Flugbeutler-Art, konkurrieren aggressiv mit dem Orangebauch-Sittich um die Nist- hölen bei Birchs Inlet. Dabei töten Stare und Kurzkopfgleitbeutler sogar brütende Papageienweibchen in ihrem Nest.

Die Kontrolle der eingewanderten Konkurrenten ist als wichtige Maßnahme anzusehen, um die Qualität und die Anzahl der verfüg- baren Lebensräume des Orangebauch-Sittichs in den Überwinte- rungsgebieten zu verbessern.

Windparks

Bereits vorhandene und weitere geplante Windparks in den Regionen, die der Orangebauch-Sittich durchwandert wie auch in seinem Überwinterungsgebiet können zu einer Beeinträchtigung der Art führen. Kollisionen sind vorprogrammiert, da die Vögel auf ihrem Wanderzug bei Tag und bei Nacht ein enges Küstenband mit einer hohen Dichte an Windkraftanlagen durchqueren. Die gesamte Papageienpopulation könnte die meisten Windparks in West-Tasmanien auf Ihrem Wanderzug durchqueren. Auf dem Festland könnten die Vögel, die ihr Winterquartier westlich von Cape Otway oder in South Gippsland haben, die Windparks in diesen Regionen durchfliegen. Windparks, die benachbart zu Überwinterungsgebieten liegen, stellen ein Risiko dar, weil die Orangebauch-Sittiche zwischen den Plätzen zur Nahrungssuche, den Schlafplätzen und den Trinkplätzen hin und her wandern. Zusätzlich kommt es zu direkten Lebensraumverlusten durch den Verlust der Orte, an denen die Windkraftanlagen stehen. Von den Entwicklern von Windparks wurde gefordert, dass diese vorher Untersuchungen zur Nutzung des Gebietes durch Vögel durch- führen, um mögliche Auswirkungen zu ermitteln. Wenn möglich, wurden Aufstellungsorte korrigiert, um Kollisionen an den Haupt-Wanderzonen oder den Futterzonen zu vermeiden. An einigen Orten wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die negativen Auswirkungen für die Vögel zu reduzieren.

Erkrankungen

Das Auftreten einer durch ein Circovirus hervorgerufenen Infektionskrankheit, der Psittacine Circoviral Disease (PCD), im Deutschen als Schnabel- und Feder-Krankheit bezeichnet, war während des Brutprogramms bei in Gefangenschaft lebenden Orangebauch-Sittichen bis 1991 eine bedeutende Todesursache. Erstmals wurde die Erkrankung 1993 auch bei Wildvögeln festgestellt. Obwohl viele Wildtiere Antikörper gegen PCD aufweisen, also bereits mit den Viren in Kontakt gekommen sind, kam es nie zu einem Ausbruch der Erkrankung. Subklinische Auswirkungen sind unbekannt. Seit 1991 ist PCD in den Brutprogrammen von in Gefangenschaft lebenden Tieren praktisch ausgerottet, so dass die Krankheit als Todesursache keine Rolle mehr spielt.

Andere Todesursachen bei in Gefangenschaft lebenden Orange- bauch-Sittichen sind Nierenversagen, Wurmbefall des Darms und Aspergillose, die allesamt bis zu einem gewissen Grad kontrollierbar sind. Während der Brutsaison 2005/06 kam es jedoch zu einer ungewöhnlich hohen Nestlings-Sterblichkeit von 43 Tieren, was mehr als dreimal so viel Tieren entspricht wie durchschnittlich in der Taroona-Brutstation sterben. Die Unter- suchungen der gestorbenen Tiere ergab keine Todesursache, aber spätere Untersuchungen am Gewebe dieser Tiere zeigte, dass Herpesviren vorhanden waren. Weitere Tests konnten keine Herpesviren bei erwachsenen Vögeln in der Population von Taroona oder Healesville bestätigen, so dass die Untersuchungen fortgesetzt werden, um zu klären, ob ein neues Virus bei in Gefangenschaft lebenden und wildlebenden Vögeln aktiv ist. Hieran wird deutlich, dass die Qualitätsanforderungen an die Volieren, die Quarantäne-Maßnahmen und das Management der in Gefangen- schaft lebenden Population evtl. verbessert werden müssten. Unabhängig von der Ursache oder den Ursachen für die Todesfälle wird hieran das potentielle Risiko deutlich, dem die in Gefangenschaft lebende Population ständig ausgesetzt ist, die eigentlich eine Sicherheit gegen das Aussterben der Wildpopulation sein soll. Hinzu kommt, dass jedes Verbot der Freilassung von in Gefangenschaft lebenden Papageien die Wildpopulation reduzieren könnte und den Aufbau von Subpopulationen verhindern könnte. Dies wiederum würde die langfristige Überlebensfähigkeit der Tiere vermindern.

Der illegale Import exotischer Sittiche und Papageien stellt ein Risiko für das Einführen und die Ansiedlung neuer virulenter Erkrankungen in die australische Wildpopulation und für die in Gefangenschaft lebenden Populationen dar. Das Risiko ist insbesondere für eine bedrohte Art wie den Orangebauch-Sittich besonders hoch. Die Kontrolle der Krankheitsübertragung durch eingeführte Arten mit Hilfe von Präventionsmaßnahmen hat daher hohe Priorität.

Beleuchtete Boote und andere Lichtquellen

Einzelne Beobachtungen deuten darauf hin, dass die hellen Lichter, die bei Nacht von Booten in der Bass Strait und im Südlichen Ozean ausgehen, gelegentlich Zugvögel einschließlich Papageien anziehen. Dies könnte den Wanderzug der Vögel unterbrechen und ihre Überlebenschancen verschlechtern. Andere Lichtquellen wie Leuchttürme und Schiffe können ebenfalls eine Gefahr für den Wanderzug der Papageien darstellen. Es wurde über einen Orangebauch-Sittich berichtet, der im April 1905 auf den Cape Wickham Leuchtturm aufgeschlagen ist. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um den Einfluss dieser potentiellen Gefahren auf das Überleben der Art bestimmen zu können.

Tierfänger

Orangebauch-Sittiche wurden bis in die 1960er Jahre, insbesondere in Südaustralien, regelmäßig für die Vogelzucht gefangen. Mehrere Paare haben Europa in den 1970er Jahren erreicht. Aktuell gibt es keine in Gefangenschaft lebenden Orangebauch-Sittiche, mit Ausnahme der Tiere im Brutprogramm. Signifikante Anstrengungen durch die staatliche und die Commonwealth-Gesetzgebung sowie das Problem, mit einer Spezies zu handeln, die nicht in den Vogelzucht-Sammlungen vorkommt, führten vermutlich dazu, dass die Tiere nicht mehr gejagt und gefangen werden. Dennoch besteht ein potentielles Risiko, so dass die Behörden in jedem Fall wachsam bleiben müssen.

Maßnahmen zum Schutz des OBP

Zahlreiche Schutzmaßnahmen wurden eingeleitet, um den Bestand des Orangebauch-Sittichs zu sichern bzw. zu erhöhen. Das eigens zum Schutz der kleinen Papageien 1983 gegründete „Orange-bellied Parrot Recovery Team“ setzt sich aus zahlreichen Regierungs- organisationen (u. a. Umweltbehörden), Nicht-Regierungsorgani- sationen (z. B. World Wide Fund for Nature, WWF) und regionalen Arbeitsgruppen (z. B. South Australia Working Group) zusammen. Das Team dokumentiert die Populationsgröße anhand von Beobachtungen, erarbeitet Pläne zur genauen Überwachung der Population sowie zum Schutz und zur Erhöhung der Bestände. Alle Lebensräume des Orangebauch-Sittichs einschließlich Gras-, Heide- und Buschlandschaften, Feuchtgebiete und Salzmarschen sowie Wälder werden auf Karten genau verzeichnet. Ein wesentlicher Teil der Schutzmaßnahmen besteht darin, die Brutpopulation auf mehr als eine Region zu verteilen. Dies beugt bei Ereignissen wie Bränden oder Krankheiten dagegen vor, dass die ganze Population ausgelöscht wird. Birchs Inlet wurde als bester Ort für eine weitere Brutpopulation ausgewählt, um Tiere aus dem Brutprogramm auszuwildern. Hier wurden in der Zeit von 1994-2006 insgesamt 264 Vögel aus dem Brutprogramm freigelassen.

Schutzmaßnahmen zielen außerdem darauf ab, die oben bereits aufgeführten Gefahrenquellen für den Orangebauch-Sittich aus- zuschalten oder zumindest zu reduzieren. Dies betrifft folgende Bereiche:

  • Brandmanagement durch kontrollierte Brände, um große Brände in Brutgebieten und Winterhabitaten der Papageien zu vermeiden
  • Planung von Windparks unter Berücksichtigung der Habitate des Orangebauch-Sittichs und der Wanderzugrouten
  • Management von Flussmündungen, wodurch gute Vorausset- zungen für das Leben und die Futtersuche der Tiere in Feucht- gebieten und Salzmarschen geschaffen werden sollen
  • Stilllegung von Wasser-Staubecken, die in Gebieten nahe von Salzmarschen liegen
  • Verminderung der Beweidung von Heideland, Küstenregionen, Salzmarschen etc., die von Orangebauch-Sittichen genutzt werden
  • Reduzierung der Raubtierbestände
  • Entnahme von Wildvögeln zur Erhaltung der genetischen Vielfalt im Brutprogramm
  • Unkraut-Kontrolle und Nutzung von Herbiziden
  • Verminderung der Störungen durch Besucher in den Schutz- gebieten

Die zahlreichen Schutzmaßnahmen und die Aufmerksamkeit, die der Orangebauch-Sittich erfährt, geben Anlass zur Hoffnung, dass das Überleben der kleinen Zugvögel gesichert werden könnte. Ob die Schutzmaßnahmen aber wirklich greifen und ein Aussterben dieser stark bedrohten Papageienart verhindern, ist dennoch fraglich, da der Bestand weiter als abnehmend eingeschätzt wird.

Literaturangaben

(1) Photo taken by Dave Watts. Downloaded from http://www.davewattsphoto.com/ on 04/04/2011.

(2) BirdLife International (2011) Species factsheet: Neophema chrysogaster. Downloaded from http://www.birdlife.org on 30/01/2011.

(3) Orange-bellied Parrot Recovery Team (2006) National Recovery Plan for the Orange-bellied Parrot (Neophema chrysogaster). Department of Primary Industries and Water (DPIW), Hobart.

(4) Orange-bellied Parrot Recovery Team (2006) Background and implementation information for the Orange-bellied Parrot Recovery Plan. Department of Primary Industries and Water (DPIW), Hobart.

(5) Photo taken by Mel Schlein. Downloaded from http://www.flickr.com/photos/7336827@N07/2383821872/ on 30/03/2011

(6) Photo taken by Colleen Miller, Australia. Downloaded from http://www.victorianflora.com/Victorian-Flora/Plants/2773223_taRo3/54/146136905_rZDxG#146136905_- rZDxG on 30/03/2011

(7) Photo taken by Tony Rodd. Downloaded from: http://www.flickr.com/photos/tony_rodd/sets/72157602977272025/ on 30/03/2011

(8) Downloaded from: http://www.utas.edu.au/docs/plant_science/field_botany/species- /dicots/myrtasp/eucaniti.html on 30/03/2011

Dr. Maike Wolters | 11.06.2011

 

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