Papageienschutz aktuell-Beiträge

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Die Schlacht der Vogelzüchter

Der Spix-Ara ist in der freien Natur mit großer Wahrscheinlichkeit ausgestorben. Jetzt scheinen auch die internationalen Anstren- gungen zur Wiederauswilderung von Spix-Aras, die zurzeit noch in menschlicher Gefangenschaft leben, zu sterben. Über die Gründe hat Giles Whittell am 11.01.2002 in ‚The Times‘ einen Artikel ver- öffentlicht, der hier in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird:

Der Spix-Ara ist am Rande des Aussterbens. Aber das Schicksal des Vogels ist in Gefahr, für die streitenden Parteien, die um seine Rettung konkurrieren, zur Nebensache zu werden.
Der Vogel ist jünger als ein Jahr. Er kann fliegen, aber nicht gut. In der Voliere nebenan flattern seine Nachbarn um den kahlen Kopf eines Mannes, der sich dort hinein begeben hat, um mit ihnen zu gurren. Der junge Vogel scheint mitmachen zu wollen und setzt von seiner Sitzstange zum Flug an. Er stößt gegen die Drahtwand seiner Voliere und fällt zu Boden, augenblicklich betäubt. Daneben fällt Schnee auf einen zugefrorenen Teich, auf dem zwei Schwäne das Eis aufpicken. Die Kälte ist betäubend. Es könnte eine Szene von Breughel sein; tatsächlich ist es aber ein Blick auf einen privaten Vogelhalter in der nördlichen Schweiz und auf eine Papa- geiensammlung, die 18 Spix-Aras einschließt, wahrscheinlich die seltensten Vögel der Erde.
Der Spix-Ara ist weder groß, noch schillernd noch außerordentlich sprechbegabt, aber er ist gefährdeter als der Große Panda oder das Java Rhinozeros. Sein fahl grauer Kopf und petrofarbener Körper sind seit 15 Monaten nicht mehr in der freien Natur ge- sehen worden. Soweit bekannt ist, existiert er nur noch in Ge- fangenschaft und kann öffentlich nur in einem Zoo gesehen wer- den, in Sao Paulo.
Einzigartig für eine gefährdete Art ist, dass der Rest der etwa 60 überlebenden Exemplare in privater Hand sind – auf einer kom- merziellen Vogelfarm auf den Phillipinen, die von dem Industriellen Antonio de Dios betrieben wird, auf den Gütern des Scheichs von Quatar und in Roland Messers großem Garten auf seinen Län- dereien nördlich von Fribourg in der Schweiz, 3000 Meilen von dem natürlichen Lebensraum im Nordosten Brasiliens entfernt.
Messer ist der Mann, der es liebt zu gurren. Er hat sein Geld mit einem Baugeschäft gemacht, von dem er sich kürzlich in einem guten Handel getrennt hat. Er kam zu exotischen Vögeln – wie er sagt – aus Hobby. Auch de Dios nennt sein Vogelgeschäft ein Hobby, ein ‚übergroßes’. (Er ist der weltgrößte Vogelzüchter.) Jetzt hängt das Überleben einer Tierart von diesen Männern ab.
Diese Tatsache, das einige der kostbarsten Gene dieses Planeten – völlig legal – sich in den Händen von Privatpersonen befindet, ohne dass darunter ein Biologe ist, hat viele in der internationalen Gemeinschaft, die sich um den Erhalt des Spix-Aras bemühen so verärgert, dass sie kaum noch vernünftig denken. Sie baten die Eigentümer der Spix-Aras, die Rettung der Spix-Aras den Experten zu überlassen.
Das Bestehen der Züchter auf ihre Rechte als Eigentümer der Vögel hat den Zusammenbruch internationaler Anstrengungen zur Auswilderung in Gefangenschaft lebender Spix-Aras ausgelöst. Ein Treffen in Brasilien im letzten Jahr artete in Geschrei aus und führte fast zu einer Schlägerei.
Es gibt noch Hoffnung für den Spix-Ara, aber nur wenn der homo sapiens in der Lage ist aufzuhören, sich um ihn zu zanken. Zurzeit jedoch ist das Gegenteil der Fall. Je seltener der Vogel wurde, desto intensiver und erbitterter wurde das menschliche Drama über sein Schicksal.
Die erste Phase begann vor 13 Jahren harmonisch am nördlichen Ufer des Genfer Sees. Vier Jahre zuvor, 1985, hatte Birdlife In- ternational die Spix-Aras gezählt, die noch in ihrem einzigen be- kannten natürlichen Lebensraum, in den Uferwäldern der brasili-anischen Provinz Bahia, lebten und waren auf die deprimierende Zahl 5 gekommen. Am Ende der Dekade, war die Anzahl auf 0 gefallen.
Als CITES 1989 zu einer Konferenz in Lausanne über die am mei- sten gefährdeten Arten Südamerikas einlud, gab es über den Spix-Ara nur wenig zu sagen. In der freien Natur schien er jeden- falls ausgestorben zu sein. Die einzige Hoffnung lag darin, Spix- Aras in der Gefangenschaft zum Brüten zu bringen.
De Dios, der die meisten Spix-Aras hatte, war auf der Konferenz anwesend. Anwesend war auch Wolfgang Kiessling, ein deutscher Millionär mit Begeisterung für Papageien und dem Geschick, sie europäischen Touristenhorden zur Schau zu stellen. In den frühen 70er Jahren gründete er einen Papageienpark am Fuße eines Vul- kans auf Teneriffa. Zusätzlich zu der weltgrößten Papageien- sammlung stellt er eine Gorilla-Familie zur Schau und eine ganze Kolonie von Pinguinen, die auf einer in einer Halle gestalteten Insel leben, die von einer gigantischen Eismaschine gekühlt wird.
Der Loro-Parque wurde schnell, wie seine eigene Website erklärt, „el MUST de las Canarias“. Wie einer von Kiesslings Berater es diese Woche ausdrückte: „Seine große Idee war Naturtourismus für all die Schweden und Deutschen, die Teneriffa besuchen, am zweiten Tag ihres Urlaubs einen schrecklichen Sonnenbrand be- kommen und es dann brauchen, etwas anderes zu tun.“
Auf der Konferenz in Lausanne besprach sich Kiessling mit de Dios und verkündete: “Wir haben beschlossen zu helfen, den Spix-Ara zu retten.“
Kiessling hatte in den frühen 80er Jahren legal ein preisgekröntes Spix-Ara-Paar erworben. Sie zum Brüten zu bringen als Auftakt ihrer Rückkehr in die Wildnis, schien die natürlichste Angelegenheit der Welt zu sein. „Ich dachte, es sei eine schöne Idee und eine Möglichkeit, etwas Außerordentliches zu tun“.
Dreizehn Jahre später ist das Ziel zwar noch erreichbar, aber es ist weit entfernt; und Kiesslings Beziehung zu de Dios ist – laut Kiessling – weniger als freundlich. Hierfür gibt es viele Gründe, die nicht persönlicher Art sind, sondern zumeist auf einen Moment der Vogelbeobachterfreude zurückzuführen sind, der sich im Jahr nach dem Lausanner Treffen in den Wäldern von Bahia zugetragen hat- te.
Im Jahre 1990 setzte einer der Top-Papageienexperten der Welt, Tony Juniper, der designierte Direktor von ‚Friends of the earth’, etwas in Gang, um ein für alle mal festzustellen, ob der Spix-Ara in der freien Natur ausgestorben war, was wie eine äußerst don- quichotische Expedition erschien.

Er und sein brasilianischer Kollege durchstreiften Bahia im Gelän- dewagen und zu Fuß, um jeden Farmer, jeden Wilderer und jeden Schüler, den sie trafen, über den Vogel mit dem grauen Kopf und den blauen Schwanzfedern zu befragen. Endlich, in einem Baum auf einer Sandbank in einem Fluß in der Nähe der Stadt Curaça fanden sie einen – und nur einen. „Sechs Wochen mit der Suche zu verbringen und ihn zu finden bringt vor allem ein Gefühl des Triumphes und der Erleichterung“, sagte Juniper.

Es gab Gründe zu hoffen, dass der Vogel einen Partner hat. Aber die Hoffnung verblasste schnell. Partner des Spix-Aras wurden nicht gefunden und Junipers Triumpf wandelte sich zu einer Tra- gödie. In Brasiliens ausgedehnten Weiten „gebrauchen die Men- schen die Worte ‚wieder entdeckt’ zu leichtfertig“ erklärt Dr.Nigel Collar von der Universität Cambridge und ‚Bridlife international’ jedoch. „Sie erkennen nicht, dass die Menschen nicht genau beobachtet haben“.
Als nächstes wurde der letzte wild lebende Spix-Ara in den Totem-Status eines Pandas und eines Nashornes erhoben. In einer der bewegendsten Zurschaustellung von Unerschütterlichkeit in den Annalen der Naturgeschichte flog er angesichts seines erzwun- genen Zölibats 10 Jahre die Flüsse in Bahia entlang, allein.
Menschliche Anstrengungen zu seinen Gunsten waren in einer Hinsicht erfolgreich: er wurde nicht gewildert.
Die Loro-Parque Foundation spendete 600.000 Dollar für Aus- wilderungs- und Erhaltungsmaßnahmen, einschließlich zahlreicher Programme, die dem Schutz des letzten wilden Spix-Aras durch Aufklärung der einheimischen Bevölkerung dienen sollten, die den Eindruck bekommen konnte, der Spix-Ara habe übernatürliche Überlebenskraft.
Aber alle Versuche, sein Alleinsein zu beenden, schlugen fehl. Er wurde mit einem Illigers-Ara zusammengebracht, aber zu einer Verbindung kam es nicht. Im Jahre 1995 wurde ihm eine wirkliche Freundin angeboten: das letzte geschlechtsreife in Gefangenschaft lebende Spix-Ara-Weibchen, das noch in freier Natur geboren wor- den war. Sie hielt sich zunächst gut, dann flog sie jedoch in eine Stromleitung. Das Männchen wurde zuletzt im Oktober 2000 ge- sehen.
Amerikanische Artenschutzbehörden schätzen den Umsatz des ille- galen Handels mit sel-tenen und gefährdeten Arten auf 10 – 20 Milliarden Dollar pro Jahr – an dritter Stelle nach dem Handel mit Drogen und Schwarzmarktwaffen.

Er ist eine beliebte Seitenlinie für südamerikanische Kokain- schmuggler, die ihre Einnahmequellen erweitern wollen.
Brasiliens durchlässige Grenzen fördern den illegalen Handel und Hehler, hauptsächlich in den USA, machen ihn lohnend. Für den Transport werden die Vögel mit Medikamenten still gestellt und in Posterröhren oder elastischen Westen gestopft, die von den Ku- rieren getragen werden. Der Preis der Vögel wird vom Markt auf die einfachste Weise festgesetzt: je seltener der Vogel, desto teurer ist er.
Der Spix-Ara ist der Seltenste der Seltenen, weil sein natürlicher Lebensraum seit der letzten Eiszeit ständig geschrumpft und seine Bedrohung durch den Menschen in den letzten 500 Jahren gewach- sen ist, zuerst durch die Siedler, dann durch die Jäger. Der Vogel war schon selten und wertvoll für die Sammler im 18. Jahrhundert und am Ende des 21.Jahrhunderts ist – laut Dr.Collar – wirklich ausgestorben.
Wir erwarten natürlich, dass er es nicht ist. Die legalen in der Ge- fangenschaft lebenden Populationen in den Händen von de Dios, Messer und anderen bedeutet, dass die Gene des Spix-Aras wei- terleben. Biologen, die sich um den Artenschutz bemühen, wissen aus Erfahrung mit anderen Vögeln, wie mit dem Kalifornischen Kondor, dass Überlebensinstinkte wieder aufleben können, wes- halb sich bei einem internationalen Treffen zum Spix-Ara, das 1999 in Houston (USA) durchgeführt wurde, vorsichtiger Optimis- mus verbreitete.
Alle waren da: Züchter, Artenschützer, Kiessling und die Vetreterin des Zoos von Houston, Natascha Schischakin, die in den 1990er Jahren als Führerin eines internationalen Zuchtbuches tätig war, worin jede bekannte Geburt, jeder Tod und jede Verpaarung auf- gezeichnet worden war.
Es wurde vereinbart, dass alle Transfers von Spix-Aras zwischen Züchtern und Zoos von einem Komitee, dem CPRAA , das von der brasilianischen Regierung zur Rettung des Vogels eingerichtet wor- den ist, genehmigt werden müssen.

Schischakin schien diese Vereinbarung zu billigen. Einige Monate später ließ sie – einige sagen auch, förderte sie – den legalen Transfer von 4 Spix-Aras von de Dios Anlagen auf den Phillipinen zum Scheich von Quatar. Die Wirkung war elektrisierend. Das nächste Treffen des CPRAA wurde abgesagt. Das darauf folgende Treffen im letzten Februar führte zu heftigen Wortgefechten. Kiess- ling, vertreten durch einen Sprecher, fiel über Schischakin her, weil sie – nach seiner Auffassung – den Handel der Züchter am CPRAA vorbei unterstützt hatte. Schischakin sagte, dass die Anlage, die der Scheich für seine Aras geschaffen hat, „einwand- frei“ sei. Aber es half ihr nicht angesichts des Umstandes, dass der Scheich das Stereotyp von einem arabischen Millionär, der davon besessen ist, das Seltenste des Seltenen zu besitzen, zu bestätigen schien. Von ihm wird berichtet, dass er 5 Mio. Dollar für eine hand- illustrierte Kopie von Audobons Buch (1844) ‚Bird of America’ ausgeben hat, dessen New Yorker Auktionator geschätzt hatte, dass es nur die Hälfte des Betrages einbringen würde. Der Scheich besitzt außerdem einige Lear-Aras, die enge Verwandte des Spix-Aras und gefährdet sind. Dr.Collar, der den Scheich kennen lernte, fand ihn „ganz echt“ und sah keinen Grund, seine Ernst- haftigkeit als Artenschützer in Zweifel zu ziehen.
Dennoch, die Vorstellung, de Dios liefert Vögel nach Quatar ohne die Genehmigung des CPRAA war mehr als Kiessling ertragen konnte. Er stellte die finanzielle Unterstützung seitens der Loro Parque Foundation für die vom CPRAA durchgeführten Feld- programme ein und warnte mit der Macht des größten Spenders, dass sie nicht wieder aufgenommen werden würde, solange Schischaki Mitglied des CPRAA sei.
„Ich habe das Komitee immer darauf hingewiesen, dass es Schwierigkeiten mit einigen privaten Haltern geben könnte“, sagte Kiessling in dieser Woche. „Als ich erfuhr, dass de Dios Vögel nach Quatar geliefert hatte, wusste ich, dass es nicht länger lohnend sei, pro Jahr 60.000 bis 100.000 Dollar für ein Projekt zu spenden, das für niemanden interessant zu sein scheint.
Kiessling ist ein Millionär, der Vögel zur Schau stellt, de Dios ist ein Millionär, der sie züchtet. In den 13 Jahren seit ihrem Treffen in Lausanne hat Kiessling vorangetrieben, was er als die Hauptsache betrachtet: das Eigentum an seinen Vögel an Brasilien zu über- tragen, auf eine schnelle Anstrengungen zur Auswilderung zu drängen, die von Weltklasse-Wissenschaftler überwacht wird.
De Dios besitzt nun 27 Vögel, fast die Hälfte der weltweit vor- handenen Population. Messer hat 18, hervorgegangen aus den 15 Vögeln, die er von einem schweizerischen Zahnarzt gekauft hat, Kiessling hat 3. Die Zahlen sprechen eine Sprache, die einige Puristen nicht ertragen zu hören: Wenn dieser Vogel gerettet wer- den kann, dann dank jener, die ihn als ihr Privateigentum be- trachten.
Schischakin hat dies verstanden, aber im Umgang mit den Eigen- tümern hat sie es fertig gebracht, jeden im Kreis der mit dem Spix-Ara befassten Menschen vor dem Kopf zu stoßen, außer de Dios, Messer und den Scheich. Im letzten Monat hat der Zoo von Houston sie von ihren Verpflichtungen im Rahmen des Schutzes des Spix-Aras entbunden. Die brasilianische Regierung hat einen Vorschlag zur Neustrukturierung des CPRAA entwickelt, aber zurzeit ist die gemeinsame internationale Anstrengung zur Rettung des weltweit seltensten Vogel in Unordnung.
Zwischen seinen Spix-Aras ist Roland Messer eine seltsame Misch- ung aus Härte und Sanftheit. In einem Augenblick versucht er, sie zu küssen, im nächsten Augenblick greift er sie mit einer überra- schenden Rauheit, um sie von der Kälte in ihre beheizten Nist- kästen zu bringen. „Das Herz ist groß“ sagt er schnell in gebro- chenem Englisch. „Dieser Vogel ist mein Leben“. Später, beim Filet Mignon in einem Restaurant, das einem Freund von Messer gehört (Messer bevorzugt Pferdefleisch) führt er seine Position sachlicher aus: „Ich kann mit diesen Vögeln tun, was ich will. Ich und de Dios sind die Eigentümer. Ich könnte sie in einem Monat verkaufen, wenn ich wollte.“
Sie würden wenigstens 50.000 englische Pfund pro Tier bringen, wenn er es täte, was ihm einen netten Profit brächte seit er die ursprünglichen 15 Vögel für insgesamt 70.000 englische Pfund gekauft hat. Aber er schwört, es nicht zu tun und ich glaube ihn.
Andere sind skeptischer. „Was zur Hölle tut dieser Mann in der Schweiz mit 20% der weltweit vorhandenen Populationen dieses Vogels “, fragt der normalerweise höfliche Dr.Collar „Welches sind seine Befähigungen? Welche anderen Papageien züchtet er? Wer ist er? Irgendeiner, der zufällig einige Vögel von einem alten Zahn- arzt gekauft hat. Wir müssen alle, die Spix-Aras haben, an einen Tisch bringen, um Einverständnis über einen von Experten erdach- ten Plan herzustellen.“

Messer hat andere Vorstellungen. Er glaubt, dass seine sieben brütenden Paare im nächsten Jahr bis zu 25 Junge hervorbringen können und 200 im Verlaufe von 5 Jahren. Er sagt, dass er sie in einer neuen 8000 qm großen Voliere zusammenfassen wolle und, wenn er 250 Spix-Aras habe, die Hälfte seines jährlichen Nach- wuchses an die CPRAA geben.
De Dios hat ähnliche Pläne. Und in einem ersten Kommentar nach ihrer Freistellung von ihrer Aufgabe im Zoo von Houston unter- stützt Schischakin beide Züchter. Zugleich attackiert sie die Loro Parque Foundation wegen der „bemerkenswert geringen“ Zucht- erfolge und des Wunsches nach einem Programm für die Aus- wilderung des Spix-Aras in Brasilieen. Solch eine Strategie ist eine „großartige Werbemasche“, sagt sie, aber „eine Population könnte zum Aussterben verurteilt sein“, wenn eine solche Strategie zu ei- lig umgesetzt wird.
Der Geist des letzten Spix-Aras lebt weiter in einer Welt zorniger Menschen mit großartigen Gutachten und unerschöpflichen Res- sourcen. Aber sie können sich auf fast nichts verständigen jen- seits der Tatsache, dass der Spix-Ara gerettet werden könnte, wenn sie sich verständigen könnten.
„Es geht um vieles“, sagt Tony Juniper; um Prestige, Wissenschaft, moralische Gründe und – um die kleinen Angelegenheiten eines Vogels.

Übersetzung: Tanja Backhaus | 28.02.2002
(Die Übersetzung erschien erstmals im ‚Freiflug’, Nr. 4-5/2002.)

 

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